Avodah Zarah 80

Kapitel 80

א והתניא כסימני ביצים כך סימני עוברי דגים לאו תרוצי מתרצת לה כך סימני קירבי דגים
1 so sind auch die Zeichen beim Rogen der Fische!? – Du hast sie ja ohnehin korrigiert, [korrigiere:] so sind auch die Zeichen beim Eingeweide der Fische. –
ב והיכי משכחת בסימני קירבי דגים שיהא כד וחד משכחת לה בשילפוחא
2 Was heißt beim Eingeweide der Fische bauchig und spitz!? – Dies gilt von der Blase. –
ג אם אין שם מומחה מאי אמר רב יהודה כיון דאמר אני מלחתים מותרין רב נחמן אמר עד שיאמר אלו דגים ואלו קירביהן אורי ליה רב יהודה לאדא דיילא כיון דאמר אני מלחתים מותרין:
3 Was mache man, wenn kein Zuverlässiger anwesend ist? R. Jehuda erwiderte: Wenn [der Verkäufer] sagt, er selber habe sie eingesalzen, so sind sie erlaubt. R. Naḥman erwiderte: Nur wenn er sagt: das sind die Fische und das sind die Eingeweide derselben. R. Jehuda belehrte Ada den Amtsdiener, daß sie erlaubt sind, wenn [der Verkäufer] sagt, er selber habe sie eingesalzen.
ד ועלה של חילתית: פשיטא לא נצרכה אלא לקרטין שבו מהו דתימא ניחוש דלמא מייתי ומערב ביה קמ"ל דהא אישתרוקי היא דאישתרוק ואתא בהדה:
4 A<small>SANTBLÄTTER</small>. Selbstverständlich!? – Dies bezieht sich auf ein [darunter befindliches] Stück von der Wurzel; man könnte glauben, es sei zu befürchten, es sei vielleicht beigemischt worden, so lehrt er uns, daß man annehme, es habe sich mitgeschleppt.
ה וזיתי גלוסקאות המגולגלין: פשיטא לא נצרכא אע"ג דרפי טובא מהו דתימא חמרא רמא בהו קמ"ל הני מחמת מישחא הוא דרפו:
5 G<small>EPRESSTE</small> O<small>LIVENKUCHEN</small>. Selbstverständlich!? – In dem Falle, wenn sie sehr weich sind; man könnte glauben, es sei ihnen Wein beigemischt worden, so lehrt er uns, daß man annehme, sie sind nur durch das Öl so weich.
ו ורבי יוסי אומר שלחין אסורין: היכי דמי שלחין א"ר יוסי בר חנינא כל שאוחזו בידו וגרעינתו נשמטת:
6 R. J<small>OSE SAGT</small>, <small>DIE GANZ WEICHEN SEIEN VERBOTEN</small>. Welche heißen ganz weiche? R. Jose b. Ḥanina erwiderte: Wenn, während man sie in der Hand hält, der Kern herausfällt.
ז החגבין הבאין כו': ת"ר החגבין והקפריסין והקפלוטות הבאין מן האוצר ומן ההפתק ומן הספינה מותרין הנמכרין בקטלוזא לפני חנוני אסורין מפני שמזלף יין עליהן וכן יין תפוחים של עובדי כוכבים הבאין מן האוצר ומן ההפתק ומן הסלולה מותרין הנמכר בקטלוזא אסור מפני שמערבין בו יין
7 H<small>EUSCHRECKEN</small>, <small>DIE KOMMEN</small> &amp;<small>C</small>. Die Rabbanan lehrten: Heuschrecken, Kapern und Porreköpfe, die aus dem Speicher, dem Lager oder dem Schiffe kommen, sind erlaubt, die vom Krämer auf dem Markte verkauft werden, sind verboten, weil er sie mit Wein besprengt. Ebenso ist auch der nichtjüdische Apfelwein, der aus dem Speicher, dem Lager oder dem Schiffe kommt, erlaubt, der auf dem Markte verkauft wird, verboten, weil ihm Wein beigemischt wird.
ח ת"ר פעם א' חש רבי במעיו אמר כלום יש אדם שיודע יין תפוחים של עובדי כוכבים אסור או מותר אמר לפניו ר' ישמעאל ב"ר יוסי פעם אחת חש אבא במעיו והביאו לו יין תפוחים של עובדי כוכבים של ע' שנה ושתה ונתרפא אמר לו כל כך היה בידך ואתה מצערני
8 Die Rabbanan lehrten: Einst litt Rabbi an Leibschmerzen; da fragte er, ob jemand da sei, der weiß, ob nichtjüdischer Apfelwein verboten oder erlaubt sei. Da erzählte R. Jišma͑él b. R. Jose: Einst litt mein Vater an Leibschmerzen, da brachte man ihm nichtjüdischen siebzigjährigen Apfelwein; er trank diesen und genas. Jener erwiderte: Das wußtest du und ließest mich leiden!
ט בדקו ומצאו עובד כוכבים אחד שהיה לו שלש מאות גרבי יין של תפוחים של ע' שנה ושתה ונתרפא אמר ברוך המקום שמסר עולמו לשומרים:
9 Da forschten sie nach und fanden einen Nichtjuden, der dreihundert Fässer siebzigjährigen Apfelwein hatte. Nachdem er davon getrunken hatte und genesen war, sprach er: Gepriesen sei Gott, der seine Welt den Wächtern anvertraut hat.
י וכן לתרומה: מאי וכן לתרומה אמר רב ששת וכן לכהן החשוד למכור תרומה לשם חולין לפניו הוא דאסור אבל הבא מן האוצר ומן ההפתק ומן הסלולה מותר אירתותי מירתת סבר שמעי ביה רבנן ומפסדו לי' מינאי:
10 D<small>ASSELBE GILT AUCH VON DER</small> H<small>EBE</small>. Was heißt: dasselbe gilt auch von der Hebe? R. Šešeth erwiderte: Dasselbe gilt auch von einem Priester, der verdächtig ist, Hebe als Profanes zu verkaufen: was er vor sich hat, ist verboten, was aber aus dem Speicher, dem Lager oder dem Schiffe kommt, ist erlaubt, denn er fürchtet, die Rabbanan könnten es erfahren und ihm einen Schaden zufügen.
יא <br><br><big><strong>הדרן עלך אין מעמידין</strong></big><br><br>
11 
יב מתני׳ <big><strong>כל</strong></big> הצלמים אסורין מפני שהן נעבדין פעם אחת בשנה דברי רבי מאיר וחכמים אומרים אינו אסור אלא כל שיש בידו מקל או צפור או כדור רבן שמעון בן גמליאל אומר אף כל שיש בידו כל דבר:
12 <b>A</b>LLE B<small>ILDWERKE SIND</small> [<small>ZUR</small> N<small>UTZNIESSUNG</small>] <small>VERBOTEN</small>, <small>WEIL SIE EINMAL IM</small> J<small>AHRE ANGEBETET WERDEN</small> – <small>SO</small> R. M<small>EÍR</small>; <small>DIE</small> W<small>EISEN SAGEN</small>, <small>VERBOTEN SIND NUR SOLCHE</small>, <small>DIE EINEN</small> S<small>TAB ODER EINEN</small> V<small>OGEL ODER EINE KUGEL IN DER</small> H<small>AND HALTEN</small>. R. Š<small>IMO͑N B</small>. G<small>AMLIÉL SAGT</small>, <small>AUCH WENN SIE SONST IRGEND EINEN</small> G<small>EGENSTAND IN DER</small> H<small>AND HALTEN</small>.
יג <big><strong>גמ׳</strong></big> אי דנעבדין פעם אחת בשנה מאי טעמא דרבנן א"ר יצחק בר יוסף א"ר יוחנן במקומו של ר"מ היו עובדין אותה פעם אחת בשנה ור"מ דחייש למיעוטא גזר שאר מקומות אטו אותו מקום ורבנן דלא חיישי למיעוטא לא גזרו שאר מקומות אטו אותו מקום
13 GEMARA. Wenn sie einmal im Jahre angebetet werden, was ist demnach der Grund der Rabbanan!? R. Jiçḥaq b. Joseph erwiderte im Namen R. Joḥanans: In der Ortschaft R. Meírs wurden sie einmal im Jahre angebetet; R. Meír, der die Minderheit berücksichtigt, verbietet es auch in anderen Ortschaften mit Rücksicht auf diese Ortschaft, und die Rabbanan, die die Minderheit nicht berücksichtigen, verbieten es nicht in anderen Ortschaften mit Rücksicht auf diese Ortschaft.
יד אמר רב יהודה אמר שמואל באנדרטי של מלכים שנינו אמר רבה בר בר חנה אמר ר' יוחנן ובעומדין על פתח מדינה שנינו
14 R. Jehuda sagte im Namen Šemuéls: Unsere Mišna spricht von Königsbüsten. Rabba b. Bar Ḥana sagte im Namen R. Joḥanans: Unsere Mišna spricht von dem Falle, wenn sie am Tore der Stadt stehen.